Gedenktag für die Opfer des Völkermordes
24. April, Donnerstag

Geschichte
Im Jahr 1915 beschloss das Osmanische Reich, das sich im Ersten Weltkrieg mit seinen Verbündeten im Krieg befand, die Massenvernichtung der auf dem Territorium des Reiches lebenden armenischen Bevölkerung. Dies führte zu systematischen Tötungen, Deportationen, Folter und Hunger, wobei mehr als 1,5 Millionen Menschen ums Leben kamen.
Obwohl das historische Ereignis von vielen Ländern und internationalen Organisationen als Völkermord anerkannt wurde, leugnet die Türkei weiterhin die Existenz des Völkermords an den Armeniern und behauptet, der Tod von Armeniern sei eine Folge des Bürgerkriegs und nicht systematisch erfolgt. Dieses Thema bleibt in der politischen Arena heikel und umstritten.
Wie der Tag gefeiert wird
Gottesdienste und Gebete. An diesem Tag versammeln sich Armenier auf der ganzen Welt in Kirchen und Gotteshäusern, um den Opfern des Völkermords zu gedenken. In Armenien werden besondere Gottesdienste in der Kirche des Heiligen Etschmiadsin sowie in anderen Kathedralen im ganzen Land abgehalten.
Gedenkkundgebungen und Prozessionen. In Armenien sowie in der armenischen Diaspora finden Kundgebungen und Prozessionen statt. Eine der größten Veranstaltungen ist die Prozession nach Tsitsernakaberd, wo sich das Denkmal zu Ehren der Opfer des Völkermords befindet. Das Denkmal umfasst eine ewige Flamme und Stelen mit eingravierten Namen der Städte und Dörfer, in denen die Massaker stattfanden.
Eine Schweigeminute. An diesem Tag wird in Armenien, wie auch in anderen Ländern, eine Schweigeminute als Zeichen des Respekts und der Erinnerung an die Opfer abgehalten. In diesem Moment halten Armenier auf der ganzen Welt inne, um der Opfer zu gedenken.
Kulturelle Veranstaltungen. Den ganzen Tag über finden verschiedene kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen, Vorträge und Dokumentarfilmvorführungen statt, um das Bewusstsein für den Völkermord an den Armeniern zu schärfen und seiner Opfer zu gedenken.
Aktionen und Kampagnen zur Anerkennung von Völkermord. Dieser Tag intensiviert auch die Bemühungen, den Völkermord an den Armeniern auf internationaler Ebene anzuerkennen. Viele Länder und Organisationen unterstützen die Anerkennung dieser tragischen Ereignisse und setzen sich aktiv dafür ein, dass die historische Wahrheit offiziell anerkannt wird.