Tag des Aufstands von 1991
5. März, Mittwoch

Ursachen des Aufstands
Unterdrückung durch das Regime. Unter dem Regime von Saddam Hussein herrschte im Irak Repression, insbesondere gegen Schiiten im Süden und Kurden im Norden. Jahrzehntelang verfolgte die Regierung eine Politik der Gewalt und der Unterdrückung jeglicher Opposition.
Wirtschaftliche Schwierigkeiten. Der Golfkrieg und internationale Sanktionen haben der irakischen Wirtschaft schweren Schaden zugefügt. Infolgedessen litt die Mehrheit der Bevölkerung unter Armut und Mangel an Nahrung und medizinischer Versorgung.
Stärkung der Oppositionsstimmung. Während des Golfkriegs glaubten viele Iraker, dass die internationale Koalition sie im Kampf gegen Husseins Regime unterstützen würde. Nach dem Krieg wurde die Regierungsarmee geschwächt und die Hoffnungen der Menschen auf Veränderung wuchsen.
Folgen des Aufstands
Humanitäre Krise. Die Repressionen führten zu massiven Opfern unter der Zivilbevölkerung. Schätzungen zufolge kamen Zehntausende Menschen ums Leben und Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen. Viele suchten Zuflucht in den Nachbarländern, insbesondere im Iran und in der Türkei.
Politische Veränderungen. Der Aufstand von 1991 hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die irakische Gesellschaft und war ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Kampfes für die Rechte von Schiiten und Kurden im Irak. Obwohl dies nicht unmittelbar zum Sturz von Husseins Regime führte, machte die internationale Gemeinschaft auf die Unterdrückung ethnischer und religiöser Minderheiten im Land aufmerksam.
Schaffung einer Sicherheitszone. Unter internationalem Druck richteten die UN und die USA im Nordirak „Sicherheitszonen“ ein, um die Kurden vor weiterer Unterdrückung zu schützen. Diese Zonen wurden tatsächlich zu einer autonomen Kontrollzone für die Kurden.
Inspiration für zukünftige Proteste. Obwohl er besiegt wurde, wurde der Aufstand zum Symbol des Widerstands gegen das Regime und inspirierte weitere Bewegungen gegen Husseins Diktatur, was schließlich zu seinem Sturz im Jahr 2003 führte.
Der Tag des Aufstands von 1991 bleibt für Iraker, insbesondere Schiiten und Kurden, ein wichtiges Datum als Gedenktag für Opferbereitschaft und Widerstand gegen die Diktatur. Dieser Tag erinnert an die brutale Unterdrückung und die Bedeutung der Einheit im Kampf für Gerechtigkeit und Menschenrechte. In den letzten Jahren wurden im Irak Gedenkfeiern, Mahnwachen und Gebete abgehalten, um die Getöteten zu ehren und diejenigen zu würdigen, die für die Freiheit gekämpft haben.